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    Pins, Anstecknadeln

    Pins sammeln, Anstecknadeln, Abzeichen, Buttons

    Pins sammeln – ein gar nicht junges Sammelgebiet

    Anstecknadeln oder auch Pins sammeln, ist nur auf den ersten Blick ein relativ junges Sammelgebiet. Ich selbst habe den Begriff „PIN“ erst während meiner Schulzeit Mitte der 60er Jahre zum ersten Mal gehört. Gleichzeitig kam der Begriff „Button“ auf. Der Anstecker „Atomkraft-Nein Danke“ kam in den 70er Jahren auf und war für mich ein typischer Button. Manche sagen dazu auch „Pin“. Anstecknadeln als deutschen Begriff kennt man natürlich schon viel früher. Einer meiner Onkel war Sammler von Anstecknadeln. Den Namen Pin habe ich allerdings von ihm nie gehört. Er sammelte Anstecknadeln oder auch Abzeichen, – auch dieser Begriff kam vor -, von Vereinen, Parteien, Verbänden und sonstigen Organisationen. Diese Anstecknadeln waren in der Regel aus Metall, zum Beispiel Kupfer, Silber, Eisen, Messing oder bestanden aus anderen Legierungen. Zumeist waren sie emailliert.

    Es gab hiervon wohl auch sehr frühe Anstecknadeln, aus schwerem Metall und oftmals handgraviert. Wenn Anstecker mit der Hand graviert wurden, wurden sie oftmals auch von Hand bemalt. Frühe Abzeichen gab es auch aus Holz.

    Da PIN im Englischen nichts anderes bedeutet als Stecknadel oder Anstecknadel, ist nun auch Älteren klar, dass Pins sammeln auch nichts anderes ist als Anstecknadeln zu sammeln. Somit ist das Sammelgebiet, wie ich eingangs erwähnte, in der Tat nur auf den ersten Blick ein relativ junges Sammelgebiet. Es ist in Wirklichkeit sehr viel älter. Wahrscheinlich so alt, wie die Möglichkeiten ihrer Herstellung sind sowie die Formen des Werbens oder der Reklame für eine Sache oder ein Produkt. Das bedeutet, die Anfänge liegen spätestens im frühen 19. Jahrhundert.

    Anstecknadeln und Pins sammeln – ein vielfältiges Sammelgebiet

    Anstecknadel und Abzeichen sind also die älteren Ausdrücke, PIN und Button sind in den 60er und 70er Jahren dazugekommen. Zu den Abzeichen zähle ich persönlich auch noch die lithographierten Ansteckfiguren aus den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts. Sie zählen allerdings ebenso zum Bereich Blechspielzeug und wurden als mechanisches Spielzeug unter anderem von Firmen wie CKO Kellermann hergestellt. Ein gutes Beispiel für eine solche mechanische Ansteckfigur ist das Grüßmännchen von Kellermann, welches in den Jahren von 1922 bis 1930 hergestellt wurde. Das Grüßmännchen war einerseits mit einer Nadel zum Anstecken ausgestattet und verfügte zusätzlich über eine Zugschnur; durch Ziehen an der Schnur nahm das Männchen mit der rechten Hand seinen Zylinder ab.

    Pins oder Abzeichen unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht von anderen getragenen Zeichen oder Ansteckern. Pins, wie sie heute gesammelt werden, haben nichts zu tun mit Kennzeichen oder Orden. Orden sind von ihrem Ursprung her Auszeichnungen und werden in der Regel verliehen. Abzeichen, Pins, Buttons oder Ansteckfiguren werden dagegen zum Beispiel als Parteiabzeichen, als Vereinsabzeichen, als Schützenabzeichen, als Pilgerabzeichen, als Spendenabzeichen oder im großen Bereich der Werbung verwendet. Pins und Buttons wurden gehäuft ab den 60er Jahren als Werbeträger und auch Werbemittel, auch als Werbefiguren verwendet. Regelrechte kunsthandwerkliche Kostbarkeiten waren die Abzeichen oder Pins des Winterhilfswerkes ab 1933. Viele dieser kleinen bunten Anstecker waren aus Porzellan und sind ein weiterer Beweis für die Vielfältigkeit dieses Sammelgebietes. Bei manchem Sammler von Pins und Anstecknadeln kann man sich für das Hobbys Pins sammeln regelrecht begeistern lassen.Anstecknadeln und Pins

    Die Vielfalt der Formen macht das Sammeln von PINs, Buttons, Anstecknadeln und Abzeichen gerade interessant. Hinzu kommt, dass besonders ältere Abzeichen den Zeitgeist und handwerklichen Stil der jeweiligen Epoche ablesen lässt; sie sind kleine Zeitzeugen unserer Kultur- und Kunstgeschichte. Dies wird dem Sammler von alten Pins auch beim Besuch eines Museums immer wieder deutlich. Pins sammeln bedeutet unter anderem auch, sich mit unserer Kulturgeschichte auseinanderzusetzen und dies macht auch einen Großteil dieses faszinierenden Sammelgebietes aus.