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    Ming-Dynastie

    Ming-Dynastie

    Die Ming-Dynastie (1368-1644) gilt als die Blütezeit des chinesischen Porzellans. Vor allem die Blauweiß-Malerei erreichte in dieser Epoche ihren Höhepunkt. Die Ming-Phase war eine Zeit der ständigen Erneuerung, der Verfeinerung der Techniken. Synonym für den Glanz dieser Zeit ist die Ming Vase. Das Zentrum des Ming-Porzellans blieb weiterhin, wie schon Jahrhunderte zuvor, die Stadt Jingdezhen. Zu den bereits bestehenden gesellten sich weiter Manufakturen.

    Verantwortlich für die blaue Farbe war ein Cobaltaluminat, genannt Cobaltblau. Es ergänzte die bereits existierenden Farben nicht nur, sondern wurde zum Charkteristikum einer ganzen Stilepoche. Die Farbe wurde unter der Glasur aufgetragen. Die Farbe wurde aus Vorderasien, dem größeren Umkreis des Zweistromlandes, also dem Bereich des heutigen Iran und Irak und Nachbarländern, eingeführt.

    Die Motive der Ming-Dynastie waren vor allem Pflanzen, oftmals auch Tiere wie Drachen oder Fische. Auch geometrische Motive existierten.

    Mit der Zeit konzentrierten sich die Darstellungen auf ein Dekor, ein Leitmotiv. Der Überschwang, die Fülle an Ornamenten nahm ab. Zu den floralen Ornamenten gesellten sich bald auch Landschafts- und höfische Darstellungen sowie Szenen der daoistischen Philosophie und der Literatur.
    Noch in der Ming-Dynastie kam das Dehua-Porzellan auf. Es ist sehr hell, weiß bis cremefarben mit manchmal rosa bis bläulicher Schattierung oder Schimmerung. Dieses unbemalene Porzellan, mit weniger Kaolin, dafür mehr Feldspat produziert, wurde oft für Statuen oder Skulpturen verwendet und genoss in Europa großes Ansehen. Es wurde vor allem in der Zeit des Rokoko verbreitet imitiert. Bekannt wurde das Dehua-Porzellan als Blanc-de-Chine; es erreichte seine besondere Ausprägung allerdings erst in der nachfolgenden Qing-Dynastie während der Kangxi-Epoche ab 1622.