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    Märklin & Cie, Gebr.

    Märklin

    Die Firmengeschichte von Märklin

    Märklin ist wohl einer der berühmtesten Hersteller und wohl vielen Sammlern seit der eigenen Jugend her mit der ersten Eisenbahn unter dem Weihnachtsbaum verbunden, obwohl Märklin nicht nur Eisenbahnen herstellt und herstellte. Offiziell wird das Datum der Firmengründung mit 1859 angegeben. Wohl aber schon einige Jahre früher begann Theodor Friedrich Wilhelm Märklin mit der Herstellung von Puppenküchen. T.F.W. Märklin wurde im Jahre 1817 geboren. Er schloss eine Ausbildung als Klempner ab und gründete als solcher seine eigene Firma in Göppingen. Märklin war zusätzlich Handwerksmeister als Blechner. Nach dem Tod seiner ersten Frau heiratete er im Jahr 1859 zum zweiten Mal und gründete im selben Jahr seine Firma „Wilhelm Märklin“. Die Familie Märklin erledigte die Firmenaufgaben in ihrem kleinen Betrieb in Arbeitsteilung. Theodor Friedrich Wilhelm war für die Herstellung des Blechspielzeugs zuständig, während seine Frau Caroline sich um den Verkauf kümmerte. Das junge Paar musste sich zudem ihrem 5 Kindern widmen, – den beiden Töchtern Märklins aus erster Ehe sowie den Söhnen Wilhelm, Eugen und Karl.

    Es ist vielen Sammlern nicht bekannt, dass Märklin nicht mit der Produktion von Eisenbahnen begann, sondern mit der Produktion von Blechspielzeug für Puppenküchen.

    Nach wahrscheinlichen Unterbrechungen in der Firmengeschichte gründeten die Söhne von T.F.W. Märklin im Jahre 1888 eine Offene Handelsgesellschaft (OHG), die sich der Fabrikation von Haushaltsgeräten und Spielzeug widmete.

    Zeitgleich produzierte in Ellwangen Ludwig Lutz hochqualitatives, feinlackiertes Blechspielzeug. Seine u.a. Eisenbahnen lieferte er an den Großhandel und auch an die Firmen Bing und Märklin. Die Gebrüder Märklin übernahmen nach und nach den Verkauf und Vertrieb des Spielzeuges von Ludwig Lutz, der seine Firma in 1846 gegründet hatte.
    Da sowohl Bing als auch Märklin sehr wahrscheinlich die Produktionen von Ludwig Lutz als Ideen übernahmen, ähneln sich Eisenbahnen dieses frühen Stadiums von Märklin, Bing und Lutz.
    Als Lutz seinen Betrieb im Jahre 1891 schließt, übernimmt Märklin dessen Fabrikation. Lutz machte die Übernahme wohl mit dem Eintritt eines finanzstarken Partners abhängig, da Märklin damals finanziell nicht gut ausgestattet war. Er selbst beschleunigte die Übernahme mit einem finanziellen Barkredit an Märklin. Mit Emil Friz wurde im Januar 1892 der finanzstarke Gesellschafter gefunden. Ein Teil der Belegschaft des Betriebes von Ludwig Lutz wurde zusätzlich in die Göppinger Produktion von Märklin übernommen. Der eigentliche Siegeszug von Märklin begann.

    Insbesondere die Eisenbahn-Entwicklungen von Lutz inspirierten Märklin. Die Firma präsentierte auf der Leipziger Frühjahrsmesse im Jahre 1891 bereits eine Eisenbahn mit Uhrwerk sowie den dazugehörigen Gleisanlagen. Hier war Märklin Pionier und Vorreiter. Die Gleisanlage hatte die Form einer Acht.
    Im Jahre 1895 führte Märklin mit Dampf und Elektrizität betriebene Eisenbahnen der heute gesuchten Spur 1 ein. Der Innenabstand zwischen den Gleiskörpern betrug 45 mm.
    Ein weitere Gesellschafter kam im Jahre 1907 mit Richard Safft hinzu. Die weiteren Jahre waren geprägt von bahnbrechenden Neuerungen und Innovationen. So wurde in 1914 der berühmte Metallbaukasten eingeführt. Vertrieben wurde der vielen Sammlern bekannte Meccano-Baukasten; im Jahre 1920 gehörte dann ein eigener Metallbaukasten zum Programm. Für die weltweite Popularität von Märklin sorgten auch die 1924 eingeführten Kundenkataloge, die sogenannten „D-Kataloge“. Das Auslandsgeschäft boomte und Märklin beschäftigte um 1928 etwa 900 Mitarbeiter.
    Im Jahre 1935 führte Märklin die erste elektrische Tischeisenbahn in der neuen Spurweite H0 ein; der Innenabstand zwischen den Gleiskörpern betrug 16,5 mm. Die neue Spurweite hatte großen Erfolg, so dass als Folge die großen Spurweiten 1 und 0 immer weniger Berücksichtigung erfuhren. Die Spur 1 wurde ab 1937 kaum noch hergestellt, die Spur 0 im Jahre 1954 aufgegeben.
    1972 schließlich stellte man die kleinste elektrische Serientischeisenbahn vor,- die Spur Z (mini-club). Mit der Einführung des digitalen Steuersystems „Märklin digital“ im Jahre 1984 soll die Zeitreise durch die Märklin-Welt vorerst beendet sein. Verschiedene Logos im Laufe der Zeit:
    Bis 1929 Märklin Logo bis 1929
    1930-1954
    Märklin Logo von 1930 bis 1954

    Das aktuelle Logo finden sie auf maerklin.de