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    Rock & Graner

    Rock & Graner

    Der Blechspielzeughersteller Rock & Graner

    Der Blechspielzeug-Hersteller Rock & Graner war 1813 aus dem älteren Handelshaus Wißhack in Biberach a.d. Riß hervorgegangen. Er dürfte somit zu den ältesten Blechspielzeugherstellern in Deutschland gehören. Produziert wurden Puppenstuben, Blechburgen, Kutschen, uhrwerkbetriebene Eisenbahnen. Die Gründerväter der Firma waren die Namengeber Christoph Gottfried Rock und Johann Wilhelm Graner. Die Firma erlebte ihren Höhepunkt Mitte des 19. Jahrhunderts, als sie zusammen mit anderen deutschen Herstellern auf der Weltausstellung in London auftraten. Der Mitarbeiterstamm soll zu der Zeit um die Hundert gelegen haben. Nach dem frühen Ausscheiden von Christoph Rock blieb das Unternehmen bis zum Jahre 1896 im Besitz der Familie Graner. Bereits mit Beginn der forcierten industriellen Entwicklung Mitte des 19. Jahrhunderts begann aber auch der schleichende Niedergang der Firma. Wie viele andere Firmen, auch im Bereich des Blechspielzeugs, wollte man nicht auf industrielle Produktion umstellen und betrieb weiterhin die handwerkliche Fertigung. Dies hatte natürlich zur Folge, dass Produkte aus dem Hause Rock & Graner von hoher Qualität sind und heute auch entsprechende hohe Preise erzielen. Der Firma nutzte dies damals sehr wenig. Man konnte preislich einfach nicht mehr mithalten. Zu groß war zudem die Konkurrenz, wenn man bedenkt, dass Bing als weltweit größter Blechspielzeug-Hersteller zur damaligen Zeit bereits weit über 1000 Mitarbeiter beschäftigte und selbstverständlich industriell fertigte.

    Der Betrieb wurde im Jahre 1896 aus familiären Besitz an Oskar Egelhaaf übergeben. Die Firma wurde von Rock & Graner in Rock & Graner Nachfolger umgetauft. Im neuen Firmenzeichen R & GN flossen die Initialen von Rock, Graner und Nachfolger ein. Aber selbst die Konzentration auf Modelleisenbahnen konnte den Abschwung nicht mehr aufhalten. Egelhaaf begann 1904 mit der Liquidation des Unternehmens. Die Produktion wurde im Jahre 1904 beendet. Ein Jahr später wurden Maschinen, Werkzeuge und Formen an den Blechspielzeug-Hersteller Georg Kühnrich verkauft.

    Ich bin einigen Sammlern dankbar, die mich darauf hinwiesen, dass es durchaus unterschiedliche Firmenzeichen gab. In den langen Jahren, als die Familie Graner den Betrieb führte, wurde wohl auf Firmenzeichen oder Logos völlig verzichtet. Aber da ist Rock & Graner kein Einzelfall. Viele Exponate aus dem 19. Jahrhundert lassen sich kaum noch zuordnen. Allerdings soll Egelhaaf neben dem Firmenzeichen R & GN auch ein Markenzeichen, einen Biber mit einer Fahne mit der Inschrift „1813“, verwendet haben.

    Firmenzeichen: R & GN