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    Exlibris

    Exlibris sammeln

    Die Geschichte der Exlibris

    Ganz früh schon, wahrscheinlich parallel zu der Entwicklung des Buchdruckes durch Johannes Gutenberg, begannen Eigentümer von Büchern, ihre Bestände mit ihrem Namen zu kennzeichnen. „Ex libris“ oder „Ex bibliotheca“ bedeutet soviel wie „aus dem Bücherbestand“ oder „aus der Bibliothek“ und ergänzte den Namen des Buchinhabers. Wir alle kennen dies auch heute noch, und viele von uns verfahren in gewisser Weise noch ähnlich, indem wir unseren Namen und unsere Adresse auf der Rückseite des Vorderdeckels oder der Vorderseite eines Buches eintragen.




    Die ersten handschriftlichen Exlibris sind seit etwa 1475 bekannt. Anfangs wurden die Namen handschriftlich eingetragen mit Ergänzung der lateinischen Bezeichnung „Ex libris“ beziehungsweise „Ex bibliotheca“. Mittig wurde zumeist noch das Familienwappen postiert. Schon sehr bald ließ man dann seine Exlibris drucken. Wie auch beim Buchdruckverfahren, wurden die ersten Exlibris als Holzschnitt ausgeführt. Exlibris frühes 20. JahrhundertDen Holzschnitt kannte man schon seit dem 13. Jahrhundert. Entsprechend der Weiterentwicklung in den graphischen Verfahren, speziell der Drucktechnik, wurden spätere Exlibris als Kupferstich ab ca. 1450, später als Radierung ab dem 17. Jahrhundert und ab dem 18. Jahrhundert auch imAktexlibris Steindruckverfahren (Lithografie) oder anderen Verfahren erstellt.

    War zunächst außer dem Namen des Eigentümers die Abbildung dessen Wappens wichtig, so kamen später Zeichnungen oder bildliche Darstellungen hinzu. Die Exlibris wurden beim Künstler oder in Druckbetrieben in einer bestimmten Auflage bestellt.  Nahezu alle großen deutschen Künstler wie Albrecht Dürer oder Lucas Cranach verdienten sich ihren Lebensunterhalt auch durch die Herstellung dieser kleinen Kunstwerke. Die papiernen Drucke wurden dann in die Bücher eingeklebt. Zumeist wollte der Auftraggeber von Exlibris mit den ausgesuchten Darstellungen etwas verbinden, so auf seinen Beruf hinweisen, auf seinen Geburtsort oder auf andere Vorlieben. So waren zum Beispiel sogenannte Aktexlibris sehr beliebt. Aktexlibris werden allerdings nicht nur von Exlibris-Sammlern gesucht, sondern auch von Sammlern von Erotica. Eine hohe Zeit der Exlibris war das ausgehende 19. Jahrhundert sowie die anschließende Epoche des Jugendstils mit seinen wunderbaren ornamentalen Formen. Was das Sammeln von Exlibris heute besonders spannend macht, ist, dass eine zeitlich weit gestreute Sammlung sowohl das gesamte Spektrum der grafischen Entwicklung als auch den Gang durch die Stilepochen verdeutlicht, – und dies bei relativ wenig Platzbedarf!