4 Dinge, die man zur Kunstversicherung wissen sollte

Reicht die Hausratversicherung?

Von einer speziellen Kunstversicherung haben die wenigsten Sammler schon etwas gehört. Dabei ist es wichtig, dass ich meine Sammlung finanziell absichere! Welche Möglichkeiten gibt es? Was ist mit der bekannten Hausratversicherung?

Zunächst einmal gehören die Sammelgegenstände grundsätzlich zur Einrichtung, also zum Hausrat einer Wohnung oder eines Gebäudes. Der Hausrat umfasst nämlich alle Gegenstände, die von den Bewohnern gebraucht, aber auch verbraucht werden. Dazu gehören natürlich auch Sammelobjekte und Kunstgegenstände wie die Briefmarkensammlung, die gesammelten Emailschilder, die Puppensammlung von Käthe Kruse, die Exponate aus den 50er Jahren, Gemälde, die Möbel aus der Gründerzeit, aber auch die Sammlung historischer Münzen oder historischem Schmuck. Dies sind nur wenige Beispiele aus dem umfangreichen Sammlungsbogen, welchem man sich als Hobby widmen oder aber welche man in seine Wohnungsausstattung integrieren kann. Und dies unabhängig davon, ob diese Kunstgegenstände wertvoll für den Sammlermarkt sind oder aber nur einen rein persönlichen Wert besitzen.

Den Hausrat kann man mit einer Hausratversicherung absichern. In dieser ist Hausrat allerdings nur gegen Feuer, Leitungswasser, Sturm oder auch Einbruchsdiebstahl abgesichert. Da Wertsachen wie Schmuck, Briefmarken, Münzen, Gemälde oder Antiquitäten auch zum Hausrat gehören, können sie im Rahmen derselben Gefahren mit abgesichert werden. Allerdings gibt es für den Sammler verschiedene Ausnahmen zu berücksichtigen wie das Mindestalter für Antiquitäten, Ausnahmen für Möbel, keinen Ersatz für Transportschäden, Ausschluss von Zweitwohnungen und anderen Standorten und anderes mehr. Ganz wichtig erscheint die Entschädigungsgrenze für solche Wertsachen auf nur 20 % der Versicherungssumme. Es obliegt allein dem Sammler, einzuschätzen, ob ihm diese niedrige Entschädigungsgrenze ausreicht.

Zusammenfassend darf man jedoch sagen, dass eine normale Hausratversicherung für die Absicherung hochwertiger Antiquitäten, Einzelstücke und Sammlungen bei weitem nicht ausreichend ist.

Anforderungen für eine Kunstversicherung

Für den Sammler ist es wichtig, dass der zu versichernde Gegenstand ab Kauf beziehungsweise Erwerb abgesichert ist, und zwar nicht nur gegen Feuer, Leitungswasser und Sturm, sondern auch bereits gegen Transportschäden nach Kauf, gegen späteres Abhandenkommen oder gegen die Beschädigung beim allgemeinen Umgang und Pflege der Gegenstände und Sammlungen oder während Ausleihungen an fachgebundene Ausstellungen. Die Versicherung sollte zudem nicht nur für Ersatz, sondern auch für Reparaturkosten aufkommen und dies in Höhe des realen Wertes. Auch sollten die Wertgegenstände, die sich außerhalb der Wohnung befinden, etwa in Zweitwohnungen, Depots, Wochenendhaus oder anderen Standorten, ebenfalls abgesichert sein.

Man spricht in diesem Zusammenhang auch von einer Allgefahrenversicherung oder All-Risk-Absicherung. Die Versicherung sollte sich dabei auch nicht auf die hochwertigen bekannten Sammelgegenstände wie Gemälde und antike Skulpturen beschränken, sondern auch all die Exponate mit einschließen, die in Sammlerkreisen gern als „sammelwürdig“ beschrieben werden. Damit wäre zum Beispiel bespieltes Blechspielzeug, die Einzelstücke aus der Jugendzeit oder die Schallplattensammlung gemeint.

Die Kunstversicherung

Zum Schutz von Kunstgegenständen und ganzen Sammlungen bieten einige Anbieter eine sogenannte Kunstversicherung an. Diese tritt nicht nur bei den angesprochenen allgemeinen Gefahren ein, sondern leistet auch bei Beschädigung und Entwendung ein. Sie übernimmt auch eventuelle Reparaturkosten oder erstattet, wenn eine solche nicht mehr möglich ist, den Ersatz des Gegenstandes in Geld. Transporte vom Erwerbsort nach Hause oder zur Reparaturwerkstatt oder zu einem Ausstellungsort können selbstverständlich mitversichert werden.

Es ist möglich Einzelgegenstände als auch ganze Sammlungen zu versichern. Da die abzusichernden Kunstgegenstände und Sammelgegenstände bei jedem Sammler sehr unterschiedlich sind, sollte man sich vor Abschluss von einem Berater fokussiert Vorschläge zur Absicherung machen lassen. So kann es sein, dass neben ganzen Sammlungen auch wertvolle Einzelobjekte im Voraus eingeschätzt werden müssen, um im Bedarfsfall gerechten Ersatz leisten zu können. Da Kunst immer vom Käufermarkt abhängig ist, sollte eine Kunstversicherung immer wieder mal aktualisiert werden.

Kunstgegenstände und Sammlungen inventarisieren

Bevor ich meine Kunstgegenstände oder meine Sammlung versichere, sollte ich diese inventarisieren. Im Inventar sollte zumindest der Zustand des Objektes, der Kaufpreis und der Sammlerwert verzeichnet sein. Für den Fall des Verlustes ist auch eine Ablichtung oder Foto hilfreich. Auch Angaben zur Herkunft des Sammelobjektes sollten nicht fehlen.

Eine Inventarisierung erleichtert nicht nur die Einschätzung des Verlustes im Versicherungsfall, sondern ist gerade bei wertvollen Objekten eine wichtige Hilfe zur Wiederauffindung und Wiederbeschaffung.

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