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    Masken

    Masken sammeln

    Eine kleine Einführung in das Sammelgebiet Masken – Masken zur Gesichtsverhüllung

    Masken dienen der Gesichtsverhüllung. Sie sind seit frühester Zeit bekannt. Bereits aus vorgeschichtlicher Zeit kennen wir sie zum Beispiel als Tiermasken bei rituellen Bräuchen in Verbindung mit der Jagd oder beim Tanz. Solche Szenen sind uns von den Höhlenmalern der Eiszeit bekannt. Die Verwendung der Masken diente auch der Geistervertreibung.

    Die Rituale werden noch heute von Völkern gepflegt, welche von unserer neuzeitlichen Kultur nur wenig berührt wurden. Die Vorkommen dieser Völker sind reduziert auf wenige nur schwer erreichbare Inseln oder auf die weitverzweigten Bereiche des Amazonas-Gebietes.p1000015.JPG

    Die rituellen Tänze und Bräuche dieser Völker haben sich ausgewirkt auf die antiken theatervorstellungen ebenso wie auf das höfische Theater des Mittelalters, welches dort einen ihrer Ursprünge besitzt.

    Neben den Theatermasken und rituellen Masken kennen wir noch die Totenmasken aus der Antike, – bekannt sind hier die Gesichtsmasken aus dem afrikanischen Raum, zum Beispiel der Ägypter (Totenmasken der Pharaonen) oder der Nubier. Für den Sammler interessant dürfte vor Allem die Vielfalt der Theatermasken sein, zum Beispiel die Halbmasken des venezianischen Karnevals, sowie die Faschingsmasken aus dem süddeutschen Raum, die ja auch auf alte rituelle Bräuche zurückgehen.
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    Gesammelt werden allerdings auch die verschiedenen Formen von Schutzmasken, zum Beispiel findet man auf Flohmärkten hin und wieder noch gute Exemplare von Gasmasken aus der Zeit des 2. Weltkrieges.

    Mich persönlich haben immer die sogenannten Clobesmasken aus meinem nordhessischen Raum fasziniert. Dort ist es auch heute noch Brauch, dass am Abend des 6. Dezember, am Nikolausabend (Nikolaus = Clobes oder Clowes) die Kinder mit solchen Clobesmasken von Geschäft zu Geschäft, aber auch in Privathäuser gehen, dort einen Spruch aufsagen, z.B. „Ich bin der kleine König, gib mir nicht zu wenig, lass mich nicht zu lange stehn, denn ich muss noch weitergehn“ und anschließend mit Süßigkeiten beschenkt werden. Leider ist die ehemalige Vielfalt der Clobesmasken, welche aus Pappe bestanden und daher heute recht selten sind, einer „Einfaltigkeit = Einfältigkeit“ aus Kunststoff gewichen.




    Im Gegensatz zu Masken zur Gesichtsverhüllung existieren auch Masken, welche man sich zu Hause an die Wand hängen kann, sogenannte Wandmasken oder wallmasks. Dies ist allerdings ein eigenes Sammelgebiet.