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    Levy, Georg (Gely)

    Gely, Firma Georg Levy

    Wissenswertes über die Firma Gely

    Georg Levy gründete seine Firma im Jahre 1920 in Nürnberg. Aus den Buchstaben seines Namens bildete er seine Markenzeichen GL und GELY. Das uns Sammlern bekanntere Zeichen ist gewiß GELY. Georg Levy war einige Jahre lang Teilhaber der Firma von Hubert Kienberger (Huki) in Nürnberg und bereitete bereits vor Beginn des ersten Weltkrieges seine eigene Selbständigkeit vor. Seine Bandbreite an Blechspielzeug umfasste neben Autos und Motorrädern auch noch Schiffe und Flugzeuge, verschiedene Blechfiguren sowie Blechbahnen. Gely bediente vor allen das untere bis mittlere Preissegment. Daher hatten seine durchaus interessanten und sammelswerten Exponate natürlich nicht die Qualität, wie wir sie von Bing oder später von Schuco her kennen.

    Georg Levy konnte selbst nur bis 1934 in seiner Firma tätig sein. Da er jüdischer Abstammung war, hatte auch er unter dem Regime des Nationalsozialismus zu leiden. Er emigrierte im Jahre 1934 nach England, so wie einige andere deutsche Blechspielzeug-Hersteller jüdischer Herkunft. Die Firma wurde von Karl Ochs, den Georg Levy noch im Jahre seiner Emigration in seine Firma aufgenommen hatte, übernommen und kurze Zeit noch unter dem Namen Gely weitergeführt. Sie nannte sich allerdings bald in „Nürnberger Blechspielwarenfabrik“ um. Unter dieser Bezeichnung produzierte man nach dem Krieg weiterhin mechanische Figuren und günstige Automodelle. Allerdings musste auch dieser Nürnberger Blechspielzeug-Hersteller vor der asiatischen Konkurrenz kapitulieren. Im Jahre 1971 mussten für immer die Pforten geschlossen werden.