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    Modelleisenbahnen

    Modelleisenbahn Modelleisenbahnen sammeln

    Eines der ältesten Hobbies – die Modelleisenbahn

    Das Sammeln von Modelleisenbahnen dürfte zusammen mit dem Sammeln von Briefmarken zu den umfangreichsten Sammelgebieten gehören.

    Wenn wir von einer Modelleisenbahn sprechen, meinen wir immer ein möglichst detailgetreues und auch maßstäbliches Abbild vom Original. Die Modelleisenbahn entsprang dem Wunsch, die großen Lokomotiven und Bahnen, die man, nicht nur als kleines Kind, bestaunte und sich von ihnen begeistern ließ, auch als möglichst originalgetreue Miniatur zum Spielen oder auch nur zum Anschauen für Zuhause, zu besitzen. Jeder konnte dann sein eigener Lokführer sein.

    Der Beginn der Modelleisenbahn liegt um die 1940er Jahre herum. Ob nun ein paar Jahre früher oder später, lässt sich so genau nicht sagen; die Übergänge von sogenannten Spieleisenbahnen zu Modelleisenbahnen waren fließend. Eine genaue Festlegung ist auch deshalb nicht möglich, Exponate vieler kleiner Hersteller, an welchen man einen solchen Beginn festmachen könnte, einfach nicht mehr vorhanden sind.

    Eisenbahnen als Spielzeug-Kindertraum wurden nämlich schon weit vor diesem Zeitraum hergestellt. Aus der Geschichte des Blechspielzeugs wissen wir, dass Blecheisenbahnen bereits Mitte des 19. Jahrhunderts hergestellt wurden. Und die Geschichte der Holzeisenbahnen dürfte noch älter sein! So hat es fast 90 Jahre gewährt, dass Eisenbahnen, in der Regel aus Blech, ohne Vorbildtreue, allein zum Spielen produziert wurden, bis sich nach und nach der Modellcharakter durchsetzte. In der Regel ließ man bei der Formenvielfalt seiner Phantasie freien Lauf, – im besten Fall waren die Exponate nachgeahmt. Sie konnten wunderschön bemalt sein, sie konnten aber auch recht einfach gestaltet sein. Wichtig für die Kinder war, sie hatten Räder und ließen sich auf Geleisen führen! Wir werden diesen sogenannten Spieleisenbahnen, die ja auch noch lange nach dem 2. Weltkrieg produziert wurden, ein besonderes Kapitel widmen.




    Modelleisenbahnen lassen sich unter anderem nach ihrem Herstellungsmaterial unterscheiden. Durchgesetzt haben sich verschiedene Gußverfahren, wie Druck- oder Spritzguss, aber es gab genug Modelle aus Blech, und vor allem in den 60er Jahren, auch aus Kunststoff. Es gab aber auch Hersteller, welche unterschiedliche Materialien verwendeten. Ich erinnere mich an eine Bahn von Heinrich Wimmer Nürnberg (HWN), welche ich vor langer Zeit auf einem Flohmarkt kaufte: Die Bodenteile bestanden aus Guss und starkem Blech, während die Aufbauten aus Kunststoff gefertigt waren.

    Die große Zeit der Modelleisenbahnen aber begann Ende der 50er, Anfang der 60er Jahre. Meine erste Modelleisenbahn bekam ich selbst im Jahre 1961. Es war die damals wohl kleinste Modelleisenbahn der Marke Rokal. Später schaffte ich mir noch eine Märklin an. Sieht man von Marken wie Rokal ab, so waren es doch die großen und schon lange bekannten Firmen, welche nach dem 2. Weltkrieg wieder Fuß fassen konnten. Märklin natürlich, als der Marktführer, aber auch Fleischmann und Trix dominierten die Spielzeugläden. Andere große Hersteller schafften den Neubeginn nicht. Bing als ehemals größter Blechspielzeug-Hersteller weltweit gab es nicht mehr und seltsamerweise verpasste auch ein anderer großer Hersteller der Vorkriegszeit den Neuanfang: Karl Bub Nürnberg (KBN). Zu spät wurde hier der Umstieg auf die ab den 60er Jahren dominierende Spurweite HO vollzogen. Auch in der Qualität erreichte man die Konkurrenten nicht mehr. Das Aus der Firma Rokal, die qualitativ sehr hochwertige Modelleisenbahnen herstellte, in den 70er Jahren dürfte gleichfalls auf die kleinere Spurweite zurückzuführen sein. Sie wies allerdings auch keine große Vergangenheit und Tradition auf wie die Marktführer. Ich selbst konnte meine Anlage schon während der 60er fast nur noch bei Großhandelsbetrieben, welche das Elektrogeschäft meines Großvaters bedienten, vervollständigen.

    Die Spurweiten

    Eine Modelleisenbahn kennt man heute nur noch mit elektrischem Antrieb; es gab allerdings auch solche mit Uhrwerksantrieb. Hierüber wird an anderer Stelle berichtet. Am Ende unseres kleinen Einstieges in das Sammelgebiet Modelleisenbahnen möchte ich die wichtigsten Spurweiten auflisten:

    Spur Z entspricht Spurweite von 6,5 mm bei einem Maßstab von 1:220

    Spur N entspricht Spurweite von 9 mm bei einem Maßstab von 1:160

    Spur TT entspricht Spurweite von 12 mm bei einem Maßstab von 1:120

    Spur HO entspricht Spurweite von 16,5 mm bei einem Maßstab von 1:87

    Spur S entspricht Spurweite von 22,5 mm bei einem Maßstab von 1:64

    Spur O entspricht Spurweite von 32 mm bei einem Maßstab von 1:45

    Spur 1 entspricht Spurweite von 45 mm bei einem Maßstab von 1:32

    Spur G entspricht Spurweite von 45 mm bei einem Maßstab von 1:22,5

    Letztere Spur G wird unter anderem von der Großbahn Lehmann genutzt. Spur S war im Wesentlichen auf die USA konzentriert. Karl Bub ist in Deutschland an dieser Spur gescheitert. Selbstverständlich gibt es noch Zwischenstufen, welche bei Bedarf ergänzt werden. Wir widmen uns auf der Unterseite „Die Spurweiten“ diesem Thema noch vertiefend. Zusätzlich muss auch ganz einfach gesagt werden, dass eine 100%ige Maßstäblichkeit auch bei den oben angegebenen Maßstäben nicht immer erreicht wird. Einige ältere, nicht mehr verwendete Spurweiten, sind noch nicht aufgeführt. So fehlt die Spur 10 der Mignon-Bahn der Firma Staiger ebenso wie die Spur 8 der Firma Kersting. Beide Firmen existieren nicht mehr. Spur TT wird heute noch von der Firma Zeuke-Berliner TT-Bahnen verwendet. Die Auflistung wird bei Bedarf noch ergänzt.

    Weitere Artikel zum Thema Modelleisenbahn:
    Die Spurweiten bei Modelleisenbahnen
    Firma Hans Biller (Billerbahn)
    Fleischmann Modelleisenbahn
    Märklin Modelleisenbahn
    Mignon-Bahn der Firma Staiger
    Trix Modelleisenbahn