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    Barbiepuppen, Barbies

    Barbies sammeln Barbiepuppen

    Barbiepuppen sammeln Barbies

    Die Bild-Lilli als Ahnherrin der Barbies

    Die Barbiepuppen dürften die bekanntesten und verbreitetsten Puppen weltweit sein. Die Barbie ist, was Aussehen, Material, Kleidung, Vermarktung anbetrifft, eintypisches amerikanisches Produkt. Dabei lag ihr Ursprung in Deutschland! Die Bild-Lilli ist die Urahnin aller Barbies. Über Bild-Lilli der deutschen Firma Hausser (Hausser-Elastolin) und die Geschichte über den Übergang der Rechte an Lilli in die Hände der Mattel-Inhaberin Ruth Handler haben wir unter „Bild-Lilli“ ausführlich berichtet. Am Modell der Bild-Lilli nahm Ruth Handler einige Modifikationen vor. War die Lilli noch aus Hartplastik, so wurde die neue Barbie aus einem hartgummiartigen Material, Vinyl, hergestellt. Die bei der Lilli noch angemalten Ohrringe und Schuhe waren dann bei der Barbie richtige Ausstattungsgegenstände. Ruth Handler stellte die Barbie am 9. März 1959 auf der Spielzeugmesse in New York vor.

    Die Vintage-Jahre der Barbies 1959 – 1972

    Die Barbie wurde alsbald weltweit ein Verkaufshit. Der Verkaufserfolg, aber auch die Käuferschar verlangte stetig nach mehr. So wurde nach und nach die Barbie-Familie aufgebaut, bestehend aus Barbies Verwandten und Barbies Freunden. Bereits zwei Jahre nach der erfolgreichen Messepräsentation erschien im Jahre 1961 Barbies Boyfriend, ihr bester Freund Ken. Barbie black magicSowohl Barbie, Ken als auch die nachfolgenden Puppen entsprachen jeweils dem aktuellen us-amerikanischen Lebens- und Modestil. Mattel verlegte sich in Folge auf die Variation der Ausstattung, der Kleidung sowie der Puppenkörper selbst. Die Puppen erschienen in immer neuen Outfits. Bei den Puppen wurde zum Beispiel Ken Nr. 1 noch in verschiedenen farbigen Haarfrisuren hergestellt, sie waren mal blond oder auch einmal dunkelbraun. Bereits bei Ken Nr. 2 sind die Haare allerdings nur noch angemalt.Ken, Barbies Freund

    Im Jahre 1961 erschien Barbies bester Freund Ken (Foto rechts)

    Links die Barbie Black Magic von 1965

    Die Barbiefamilie wurde im Jahre 1963 weiter aufgebaut. Sowohl Barbie als auch Ken erhielten eine Freundin beziehungsweise einen Freund. Barbies beste Freundin war ab 1963 Midge, Kens bester Freund war Allan. Die beiden Päärchen, die zusammen in einem Cadillac ihre Ausflüge unternahmen, bekamen bereits ein Jahr später, im Jahre 1964, Nachwuchs. In diesem Jahr wurde Barbies Schwester Skipper ins Spiel gebracht. Waren die anderen Puppen etwa 29 cm groß, so maß Skipper nur 22 cm. Aber Schwesterchen Skipper war es allein wohl zu langweilig. Sie sehnte sich nach Spielkameraden. Ihr Wunsch sollte sich bald erfüllen; 1965 erschienen Skooter, ein frech aussehendes Mädchen mit Zöpfen und der Junge Ricky. Der Familienstamm von Barbie erweiterte sich ein Jahr später in 1966 noch einmal. Es kamen das zweite Schwesterchen Tutti, der kleine Bruder Todd sowie die Cousine Francie hinzu. Der Stamm der Familie blieb nun bis weit in die 80er Jahre konstant; der Freundeskreis von Barbie sollte sich allerdings bis zum Jahre 1975 noch einma beträchtlich erweitern. SkooterIm Jahre 1968 vergrößerte sich der Freundeskreis um die Freundinnen Casey, Christie und Stacey, im Jahre 1969 um die Freundin P.J., 1970 um die Freundin Jamie, 1972 um die Freundin Steffi, 1973 dann Kelley sowie 1975 um die dunkelhäutige Freundin Cara. Auch dieser Freundeskreis sollte sich erst Mitte der 80er Jahre wieder erweitern. Über die Größe der Puppen kann gesagt werden, dass die weiblichen Erwachsenen ca. 29 cm messen, die männlichen Erwachsenen etwa 30 cm, die größeren Geschwister 22-23 cm und die Kleinkinder etwa 16 cm.

    Skooter, die freche Spielkameradin von Skipper, oftmals hat sie ihre Haare zu Zöpfen gebunden

    Aufgrund der großen Zeitspanne bis zur Produktion der neuen Puppen in den 80ern endete für viele Sammlerinnen und Sammler mit dem Jahr 1975 die sogenannte „Vintage Aera“. Für andere Sammlerinnen und Sammler endete diese Epoche bereits im Jahre 1972. MidgeDieses Datum ist für das Ende der Vintage-Jahre eigentlich schlüssiger. Denn von 1959 bis 1972 wurde die teilweise aufwändige Kleidung als auch die Puppen in Japan hergestellt, – die Kleidung dabei in Handarbeit unter Verwendung hochwertiger Ausgangsmaterialien. Die Modifikationen an den Puppen wurden natürlich auch schon in den Vintage-Jahren fortgeführt. So erschienen Mitte der 60er Jahre die sogenannten „bendlegs“, Puppen mit beweglichen Knien, so daß man in der Lage war, sie auch einmal in die Hocke gehen zu lassen. Bis dato waren lediglich die Arme und Beine als Ganzes in den Schulter- und Beinansätzen beweglich. Aufgrund des kommerziellen Erfolges dieser „bendlegs“ kamen alsbald Puppen mit zusätzlich drehbaren Hüften, die „Turn and twist Barbies“ hinzu.

    1963 kam Midge, Barbies Feundin, auf den Markt

    Vermarktung der Barbies

    Die Vermarktung der Barbies erfuhr in den 60er Jahren einen ersten Höhepunkt. Es waren nicht nur die Puppen selbst, die beworben wurden; gerade die oftmals wechselnden hochwertigen Outfits sollten das Interesse der Sammlerinnen und Sammler erwecken. Hüte MidgeDas Marketing erstreckte sich dabei auf nahezu alle Lebensbereiche: Barbie Outfits gab es bald als richtige Kinderkleidung, es erschienen Barbie-Bücher, Barbie-Puzzles und und und. Sogar vor den Badezimmern machten die Werbekampagnen nicht halt. Barbie-Seife, Barbie-Handtücher, Barbie-Haarshampoo, Barbie-Schaumbad, Barbie-Make-up, – die Aufzählung ließe sich lange fortführen.

    Beispiel für die vielen Accessoires: Hutsammlung von Midge

    Viele dieser Accessoires sind heute ebenfalls von Sammlern hoch begehrt und zu fast eigenständigen Sammelgebieten geworden. Die Entwicklung ist gar die, dass zum Beispiel die Outfits der Vintage-Jahre heute teilweise höher bewertet werden als die Puppen selbst!

    Bezüglich des Vertriebes bediente sich Mattel, auch dies ist ein interessanter Aspekt, zunächst des Verteilungsnetzes bereits arrivierter Firmen vor Ort. So vertrieb der deutsche Zelluloid-Hersteller „Schildkröt“ die Barbiepuppen von 1964 bis zum Erscheinen der „bendlegs“ im Jahre 1966. In Schweden hatte Mattel ein ähnliches Abkommen mit der auch unter Sammlern bekannten Firma „Brio“. Wir wollen an dieser Stelle mit den Vintage-Jahren, – auch ich sehe sie mit dem Jahr 1972 als beendet an, enden. Die Outfits dieser Jahre sowie die vielleicht für die jüngeren Sammlerinnen doch ganz interessanten Jahre seit den 80ern werden wir an anderer Stelle noch separat behandeln. Über die Herstellungsländer ließe sich vielleicht noch anschließen, dass von 1959 bis 1972 in Japan produziert wurde, ab 1968 kamen allerdings kurzfristig Mexiko bis 1970 und Taiwan bis in die 80er hinzu.




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