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    Rowenta

    Rowenta sammeln

    Die Kultmarke Rowenta

    Eine der großen Kultmarken und ein weites und noch lohnendes Sammelgebiet stellt die Firma Rowenta dar. Das Unternehmen wurde im Jahre 1884 in Offenbach am Main gegründet. Gründer war Robert Weintraud. zusammen mit seinen Kompagnons Aulmann und Heyne. Die Firma , die sich wie viele in der Lederstadt Offenbach mit der Herstellung von Lederwaren befasste, nannte sich „Weintraud & Comp.“. Im Jahre 1909 wird die Firma umbenannt in „Weintraud GmbH & Co.KG.“. Im selben Jahre wird auch der Markenname „Rowenta“ angemeldet. Weintraud benannte sie nach Buchstaben aus seinem Vor- und Nachnamen: Robert Weintraud.

    Am 30.12.1909 erhielt die Firma vom kaiserlichen Patentamt Schutz auf seine Waren, welche über die Lederwaren hinaus auch Haushaltsgeräte, Gegenstände für den Raucher oder Schreibutensilien umfassten.

    Rowenta Reklame 60er JahreAm 22.02.1913 wurde der Warenschutz erweitert für allerlei elektrische Haushaltsgeräte. Bereits wenig später, in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts, belieferte Rowenta den Markt mit elektrischen Haushaltsgeräten wie Bügeleisen und Wasserkocher, aber auch Kaffeemaschinen und Brotröster, heute als Toaster bezeichnet, waren darunter. Viele dieser Gegenstände sind heute noch bekannt. Ich selbst verbinde mit Rowenta seit eh und je Bügeleisen. Unsere Mutter benutzte sie und ich selbst besitze noch 2 Exemplare, selbstverständlich auch zu Bügeln, aus der berühmten E 5000er Serie der 60er Jahre.

    Aber Rowenta bestand und besteht nicht nur aus Bügeleisen. Für den Sammler werden auch die anderen wichtigen Produktionssparten von Interesse sein: die Kaffeemaschinen, – und hier denke ich an unsere alte „E 5223“, die Toaster, – und in diesem Falle sehe ich noch den berühmten „E 5214“ im Elektroladen meines Großvaters stehe, sowie die Feuerzeuge.

    Rowenta versuchte, schon in den 20er Jahren, neben diesem seinem „Stammsortiment“ immer wieder auch Skurrilitäten auf den Markt zu bringen. Darunter waren nicht nur Brillen und Lupen, sondern auch so ausgefallene Stücke wie die Dose mit Scheibenwischer. Auch später gab es natürlich noch Nebensortimente, manches davon auch als sogenannte Werbezugaben. Von den Skurrilitäten sind viele vom Markt nahezu verschwunden und heute von Sammlern sehr gesucht.

    p1000115.JPGVon 1926 bis 1973 stellte Rowenta auch Groß-Kaffeemaschinen für den gewerblichen Bedarf her; die Sparte Profi-Kaffeemaschinen wurde 1973 an die Firma Heinkel abgegeben.

    Im 2. Weltkrieg wurde das Werk am Stammsitz in Offenbach zerstört; allerdings konnte im Werk Erbach in Südhessen nicht weit entfernt von Offenbach weiter produziert werden. Nach dem Krieg wurde der Hauptstandort Offenbach umgehend wieder aufgebaut. Eine entscheidende Persönlichkeit beim Wiederaufbau war Heinz Remy, seit seiner Lehre bei Rowenta beschäftigt. Wenige Monate nach Kriegsende, noch im Jahre 1945, konnten wieder Bügeleisen und Wasserkocher produziert werden. Auf dem Gebiet der Bügeleisen kam es dabei zu einer regelrechten Revolution. Im Jahre 1949 erschien zum ersten Mal ein Bügeleisen mit Thermostat und Temperaturregler; 1050, nur ein Jahr später, gab es bereits die stufenlose Temperaturregelung. Weiter Stationen in der Rowenta-Entwicklung waren 1953 der automatische Toaster sowie 1957 das erste Dampfbügeleisen.  All diese technischen Entwicklungen erleichterten den Arbeitsalltag in der Zeit des aufkommenden Wirtschaftswunders. Das Angebotsspektrum von Rowenta ging weit über die Herstellung von Bügeleisen hinaus und trug zu dem Kultstatus der Firma bei.

    Einer der großen Renner der Nachkriegszeit, den 50er und 60er Jahren, waren neben den Bügeleisen sowie den anderen Haushaltssortimenten die Rowenta-Feuerzeuge. Ein sehr bekanntes Feuerzeug der 60er Jahre waren die verschiedenen Variationen des „men“; noch relativ häufig angeboten wird auch das „gas snip“, welches im Jahre 1957 das Licht der Welt erblickte.