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    Ofentypen

    Einige Ofentypen und Bezeichnungen

    Die Vielfalt der Ofentypen

    Nachstehend möchte ich einige Ofentypen auflisten. Viele Bezeichnungen lassen sich auf mehrere Ofentypen anwenden, je nach dem welche Funktion man beschreiben möchte. So kann man die Etagenöfen meist auch als Wirtschaftsöfen bezeichnen; da die Wärme oftmals noch durch verschiedene Züge geleitet wird, kann man sie zusätzlich als Zirkulationsöfen bezeichnen. Auf der anderen Seite ist nicht jeder Zirkulationsofen auch gleichzeitig ein Wirtschaftsofen. Ich denke, das Prinzip ist verstanden.

    Dauerbrandofen

    Es existieren 2 Unterarten. Zum Einen der Unterbrandofen, welcher im Schacht von oben nach unten abbrennt, zum Anderen der Durchbrandofen, welcher vom Rost ausgehend nach oben abbrennt. Die Dauerbrandöfen sind reine Kohleöfen!

    Kochofen

    Der Kochofen verbindet die Funktionen des Heizens mit denen des Kochens. Die Kochöfen gab es als Hinterladeröfen. Später wurden sie auch als Frontladeröfen entwickelt.

    Regulierofen, Regulier-Füllofen

    Ofen mit mehreren Regulierungsmöglichkeiten. Sie werden durch Luftklappen ermöglicht.

    Bügeleisenofen – Schneiderofen

    Ofen, der die Möglichkeit bietet, mehrere Bügeleisen anzulehnen. Mir sind Schneideröfen mit Platz für 6 sowie für 9 Bügeleisen bekannt.

    Petroleumofen

    Öfen aus Gusseisen, welche statt mit festem Brennmaterial mit Petroleum befeuert werden. Die Öfen sind zumeist recht niedrig, so um die 60 cm, besitzen die Brennvorrichtung und einen Regulierer.

    Badeofen

    Diese Öfen waren um 1900 recht häufig. Sie stellen von ihrer Form her runde Säulen dar, sind um die 1,50 m hoch und besitzen eine Feuertür sowie eine Fülltür. Der runde Korpus wird mit Wasser gefüllt. Mittels eines Wasserhahnes wird nach Aufheizen das Wasser in die Badewanne abgelassen.

    Spiritusofen

    Auch diese Öfen sind recht niedrig. Sie besitzen zumeist an der Rückseite einen Tank für das Brennmaterial Spiritus.

    Schützengrabenofen

    Ofen zumeist aus Eisenblech und Gusseisen, relativ niedrig mit etwa einem halben Meter. Der Ofen besitzt in der Regel einen Bügel zum Tragen, eine Aschentür, welche gleichzeitig Feuertür ist sowie an der Ofendecke eine Nachfüllklappe. Schützengrabenöfen wurden vor allem im 1. Weltkrieg in den Schützengräben verwendet.

    Postamentofen

    Ofen mit einem podestartigem Unterbau. Das Podest kann gemauert sein oder sich optisch als ein solches darstellen. Zumeist Säulenöfen mit Podest/Sockel und Aufbau. Teilweise mit Bekrönung. Podest kann zum Beispiel polygonal ausgearbeitet sein, der Aufbau statt dessen rund.

    Etagenofen

    Typischer Wirtschafts- und Zirkulierofen mit Rauchführung über die verschiedenen Etagen. Die einzelnen Etagen werden auch als Kasetten bezeichnet.

    Kaminofen

    In der Regel ein einfacher Regulier-Füllofen, gedacht für den Einsatz im offenen Kamin.

    Hopewellofen

    Zumeist ovale Öfen zur Holzverbrennung. Verbreitet in Mittel- und Süddeutschland. Befeuerung zumeist von der Seite. Den Hopewellofen gab es auch als Hinterlader. Der Name soll sich von einer Aufschrift auf einem solchen Ofen „Hope Well Furnace“ ableiten. Furnace bedeutet im Englische soviel wie Brand, Befeuerung, Ofen. Gemeint dürfte die Hoffnung auf ein gutes Feuer sein.

    Plattenofen

    Gehört zu den allerersten Ofentypen seit der Renaissance. Besteht aus 5 gusseisernen Platten als Hinterlader oder aus 6 Platten als Vorderlader beziehungsweise als frei stehender Ofen.

    Küchenherd

    Typische Herdform, früher auch als Kochmaschinen tituliert. Sie besitzen das Wasserschiff, eine Bratröhre sowie verschiedene Kochstellen. Die einzelnen Kochstellen lassen sich mittels Herausnahme von Eisenringen nach Belieben vergrößérn oder verkleinern.

    Quintofen

    Öfen des Hüttenwerkes Quint

    Margaretenofen

    Weiterentwicklung des Hopewellofens. Besitzt wie dieser mehrere Aufsätze oder Wärmefächer. Ofen des 19. Jahrhunderts, zunächst wohl ohne Füllregulierung, später damit ausgestattet. Unterscheidet sich vom Hopewellofen im Wesentlichen durch seine rechteckige Grundform.

    Aufsatzofen

    Ofen mit Aufsätzen zur Bewirtschaftung

    Apothekerofen

    Ofen mit bestimmten berufsspezifischen Funktionen.

    Zirkulationsofen

    Öfen mit verschiedenen Zügen und Etagen, um die Rauchgase zunächst über eine größere Fläche an den Raum abzugeben.

    Kombinationsofen

    Bezeichnung für Öfen, welche verschiedene Funktionen erfüllen, zum Beispiel neben dem Heizen noch Backen. Ein Kochofen ist zum Beispiel gleichzeitig ein Kombinationsofen. Typische Stubenöfen mit verschiedenen Kasetten oder Fächern.

    Jagdofen

    Füllregulierofen, der seinen Namen wohl vor allem seinen Jagdmotiven verdankt.

    Märchenofen

    Armeleutofen

    Einfachst ausgestatteter Ofen.

    Kirchenofen

    Wirtschaftsaufsatzofen

    Ofen mit Aufsätzen zum Warmhalten oder Kochen, eigentlich nur eine andere Bezeichnung für den Etagenofen.

    Kajütenofen

    Wohl von seiner Funktion abgeleitet.

    Ringwulstofen

    Runder Ofen mit Ringen, welche als Wulst ausgebildet sind. Name leitet sich vom Aussehen ab.

    Wirtschaftsstutzofen

    Säulenofen

    Ofenbezeichnung, abgeleitet aus der Form.

    Siehe auch: Hauptseite Alte Öfen, Restaurierung, Kauf und Pflege alter Öfen

    Empfehlenswerte Museen, Anbieten und Suchen, Sammler von alten Öfen