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    HB Männchen

    HB Männchen HB-Männchen

    HB Männchen als Kultabjekt der 60er Jahre und 70er Jahre

    Eines der kultigsten Objekte meiner Jugend war sicherlich das HB-Männchen.

    Bruno hieß der kleine Kerl, – eine Zeichentrickfigur, welche von Roland Töpfer, einem Cartoonisten und Regisseur von Trickfilmen, für das neu aufkommende Werbefernsehen der Nachkriegszeit, geschaffen wurde.

    Roland Töpfer wurde 1929 in Chemnitz geboren. Nach der Ausbildung zum Textilgestalter studierte er an der berühmten Kunstakademie in Dresden, an welcher schon u.a. Caspar David Friedrich, Otto Dix und Oskar Kokoschka gelehrt hatten.

    Nach den Kriegsjahren bekam Töpfer einer Anstellung bei der Deutschen Film AG (DEFA), den Filmstudios der kurz zuvor gegründeten DDR im Potsdamer Stadtteil Babelsberg. Er war an der Produktion von Trickfilmen beteiligt. Im Jahre 1953 ging Roland Töpfer in den Westen, d.h. er siedelte lediglich nach West-Berlin und arbeitete dort für die Firma Kruse-Film. Für die Firma arbeitete er bis zu deren Auflösung im Jahre 1990. Auch bei der Kruse-Film bestand seine Tätigkeit aus der Beschäftigung mit handgezeichneten Trickfilmen, insbesondere deren Visualisierung und Vertonung. Er arbeitete so zum Beispiel an Figuren des Karikaturisten Loriot. Nach Auflösung der Kruse-Film wandte sich Töpfer, der 1999 in Bad Endorf am Chiemsee an einem Unfall verstarb, der Arbeit als Trickfilm-Regisseur zu, zeichnete aber weiterhin selbst Trickfilme.

    Die Geburtsstunde von Bruno dürfte 1956 gewesen sein, denn kurz darauf begann das Werbefernsehen in der ARD. Die erste TV-Werbung in der ARD startete überhaupt erst am 3. November 1956!