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Geschichte der Bild-Lilli
Die Geschichte der Bild-Lilli beginnt auch mit der Geschichte der Bildzeitung. Die erste Ausgabe der Bildzeitung erschien am 24. Juni 1952. In ihr wurde auch die erste Ausgabe eines Comics namens “Lilli” veröffentlicht.
Der Comic entstammte der Feder des Karikaturisten Reinhard Beuthien. Die erste Grafik sollte eigentlich als Lückenfüller für die erste Ausgabe der Bild dienen. Aus dem Lückenfüller wurde allerdings ein fester Bestandteil der Bildzeitung. Die Comics erschienen vom 24. Juni 1952 bis zum 5. Januar 1961.
Beuthien benötigte für den “Lückenfüller” mehrere Versuche, bis die Bildverantwortlichen zufrieden waren. Heraus kam eine Frauengestalt, wie sie typisch für das deutsche Wirtschaftswunderland der Nachkriegszeit war. Sie stellte als Karikatur, auch ironisch, die vielleicht geheimen Wünsche der neuen Freiheit, schon deutlich amerikanisch geprägt, dar. Sie war entsprechend der Mode der damaligen Zeit mit Ponyfrisur, also Pferdeschwanz, mit schwarzen Wimpern, rotgeschminktem Mund durchaus erotisierend ausgestattet. Im Gegensatz zu der eher prüden deutschen Nachkriegszeit hatte ihr Auftreten immer etwas Pikantes. Vermutlich hat dies auch viel zum Anfangserfolg der Bildzeitung beigetragen.
Ein Comic zum Beispiel mit dem Text “Es tut mir leid, Paulchen! Ich werde zukünftig, wenn ich deinen Wagen lenke, nie wieder auf die Schaufenster achten!” ist typisch für den aufkommenden Zeitgeist, der von Konsum, Mode und neuen Freiheiten geprägt war.
Die Lilli wurde mit der Bildzeitung derart bekannt und erfolgreich, dass man in der Redaktion der BILD im Jahre 1953 beschloss, die Lilli als Werbepuppe für die Zeitung zu erstellen und einzusetzen. Nach dem Vorbild des Comics sollte der Modellier-Spezialist Max Weißbrodt, der beim bayrischen Spielwaren-Hersteller Hausser/Elastolin in Neustadt bei Coburg beschäftigt war, eine Werbepuppe auf der Grundlage der Zeichnungen von Reinhard Beuthien kreieren.
Die von Max Weißbrodt erschaffene Puppe wurde von Hausser dann von 1955 bis ins Jahr 1964 produziert. Immer hatte sie eine Bildzeitung dabei. Insgesamt wurden 130.000 Puppen hergestellt. Sie wurden in den beiden Größen 30 cm und 19 cm vertrieben. Sie war in einer durchsichtigen Plastikröhre, welche mit Bild-Lilli beschriftet war, verpackt. Parallel wurden in den Geschäften Zubehörteile und verschiedene Kleidung angeboten. So gab es Badeanzüge, Pyjamas, verschiedene Kleider, Dirndl oder entsprechend dem Trend der 50er Jahre Cocktailkleider. Die Trachtenmode bestimmte die letzten Jahre der Lilli. Die Originalkleidung der Lilli ist immer an den Druckknöpfen der Firma PRYM zu erkennen. Das Familienunternehmen Prym aus Stolberg ist mit seinem Gründungsdatum 1530 eines der ältesten deutschen Familienunternehmen und heute einer der Weltmarktführer für unter anderem solche Druckverschluss-Systeme.
Kopf einer Bild-Lilli made in Hong Kong ca. 1960

Die Bild-Lilli wurde bei Hausser, Sammlern auch bekannt durch seine Elastolin-Figuren, – daher auch die Bezeichnung Hausser-Elastolin, aus Hartplastik hergestellt. Die einzelnen Glieder der Lilli waren beweglich; sie wurden Gummis am Körper gehalten. Der Kopf besaß am Hals einen leicht schräg vom Kinn nach oben zum Nacken verlaufenden Schnitt. Das Gummi wurde darunter mittels einer Öse gehalten. Das Haar wurde mittels einer Halbkugel aus Plastik gehalten, welche am Kopf aufgeschraubt war. Typisch war der Pferdeschwanz und die in Stirn und über die Wange fallende Locke. Die Haarfarbe war in der Regel, wie im Comic, blond. Ausnahmen, und heute gesucht, waren selten brünette oder rothaarige Modelle.
Der Kopf besaß aufmodellierte Wimpern, zumeist auch Ohrstecker. Auch die Schuhe der Puppen waren anmodelliert. Diese waren schwarz bemalt. Auch das Gesicht war aufgemalt.
Die Lilli war am Rücken mit Elastolin Hausser gemarkt. Hausser selbst stellte seine
Figuren bis in die 50er Jahre aus einem Massematerial namens Elastolin her. Im Jahre 1955 stellte die Firma um auf Figuren aus Hartplastik, behielt allerdings den Namen Elastolin bei. Bei der Hartplastik handelte es sich um Polystyrol. Dieses harte klare Material konnte man mit allen Farben mischen. Zu vermuten ist, dass Elastolin Hausser auch die Lilli aus vollplastischem Polystyrol herstellte. Zusammengesetzt und bekleidet wurde die Bild-Lilli bei der Firma Drei-M in Mönchröden.
Die 30 cm-Puppen wurden in Deutschland für ca. 12 DM, die 19 cm-Exemplare für ca. 7,50 DM verkauft. Geliefert wurde in nahezu alle westlichen Länder verkauft, im Ausland besaß die Verpackung, die durchsichtige Plastikröhre, jedoch lediglich die Beschriftung “Lilli” statt “Bild-Lilli“.
Die Lilli war in Deutschland derart populär, dass 1957 sogar ein Film “Lilli – ein Mädchen aus der Großstadt” mit der Dänin Ann Smyrner und Rudolf Platte in den Hauptrollen gedreht wurde.
Die Popularität ließ allerdings bald Nachahmer auftreten. So wurde die Lilli bereits in den 50er Jahren in Fernost als Kopie hergestellt. Teilweise weisen die Kopien keine Markung auf; oftmals sind sie mit “Hongkong” auf dem Rücken gemarkt. Die Imitationen sind auch dadurch zu unterscheiden, dass sie nicht aus Polystyrol, dem Hartplastik, gefertigt sind, sondern aus einem weicheren Plastik.
Die bekannteste Kopie wurde später allerdings als “Barbie” bekannt. Die Mitbegründerin der Spielzeugfirma Mattel, Ruth Handler, deren Wunsch es war, eine Puppe nach ihrer Tochter Barbara zu schaffen, entdeckte die Lilli 1958 in einem Schweizer Schaufenster und stellte bereits ein Jahr später die der Lilli aus dem Gesicht geschnittene “Barbie” auf der amerikanischen Spielzeugmesse vor. Ihre Firma Mattel kaufte Hausser zudem 1964 die Rechte an der Lilli ab.
siehe auch: Barbiepuppen
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Bilder des Kopfes der Original Bild Lilli:

Foto Bild Lili bzw. Bild Lilly von rechts


Freitag 27. Januar 2012 um 14:55
Frau Bremter, es gibt an Lilli immer Interesse. Mailen Sie mir doch bitte Bilder von der Puppe. An: bild-lilli@ist-einmalig.de
Herzlichen Dank!
Freitag 30. Dezember 2011 um 19:39
Ich möchte eine Bild Lili von 1958 verkaufen, gibt es Interesse
Montag 1. August 2011 um 07:38
Hallo,
) Inzwischen hat man mich aufgeklärt, dass das eine sog. “Bild-Lilli” ist. Bei Interesse schaut mal bei Ebay rein Nr. 320735189974
habe zufällig diese Seite entdeckt. Habe eine Bild-Lilli mit 30cm aus einem Nachlaß zu verkaufen. Habe sie bei Ebay eingestellt weil ich dachte es ist eine Barbie
Vielleicht hat ja jemand Interesse?
Viele Grüße Daniel
zdesign25(at)yahoo.de
Dienstag 31. Mai 2011 um 06:49
Suche Bild-Lillis und Bekleidung!
Dienstag 1. März 2011 um 21:40
Hallo Erika Denter und alle weiteren Bild-Lilli Besitzer!
Wenn Sie Ihre Bild-Lilli(s) verkaufen möchten, schreiben Sie mir bitte eine Nachricht: bild-lilli@ist-einmalig.de
Ich bin immer an Bild Lilli interessiert!!
Mfg
Elke
Samstag 20. November 2010 um 13:45
Hier sieht man Bilder meiner kleinen Bild Lilli. Mein Schwabinchen trägt dasselbe Outfit. Damals hat man die Kleidung einfach “recycled”…
Freitag 29. Oktober 2010 um 08:48
Info an Klaus.
Ja, ich habe die Lilli noch.
Die Größe ist 19 cm
Sie hat ein gelbes Tüllkleid an ( der Unterroch ist etwas verschlissen)
und steht mit einem Bein auf einer runden
Platte eingestanzt “Bild Lilli” die Schuhe
sind schwarz u. angemalt. Siehe Bild
Mit freundl. Grüßen

Erika Denter
Donnerstag 28. Oktober 2010 um 09:41
Hallo Erika Denter,
haben Sie Ihre Lilli verkauft? Wenn nicht, hätte ich Interesse. Ich bitte um info- danke!
Montag 4. Oktober 2010 um 07:54
Habe eine kleine Lilli zum Verkauf
näheres mit Bildern unter
ebay-kleinanzeigen.de Nummer 12610360
oder suchen Bild Lilli 1955.
Wer interesse hat kann ja mal nachschauen
Lg Bernd
Samstag 4. April 2009 um 15:52
Hallo Erika Denter,
ist die Lilli noch zu haben? Groß oder klein? Wie bekleidet? Preis?
Grüße, Elke Spannagel
Suche immer Bild Lilli!!
Montag 9. März 2009 um 18:34
Ich möchte meine Bild Lili von 1956
verkaufen, gibt es Interesse?