Weihnachten – ein spannendes Sammelgebiet

Weihnachten – eine kleine Einführung

Viele Sammelthemen in Verbindung mit Weihnachten betreffen den Weihnachtsbaum. Der Weihnachtsbaum, wie wir aus unserer Jugendzeit kannten, war ein immergrünes Nadelgehölz, in der Regel Fichtenarten für den etwas kleineren Geldbeutel sowie diverse Tannenarten für den etwas größeren Geldbeutel. Beliebt sind auch die sogenannte Blautanne und die Douglasie. Dabei ist die Blautanne gar keine Tanne; dieser extrem stachelige Baum gehört als Serbische Fichte zu der Gattung der Fichten. In den letzten Jahren geht der Trend allerdings immer mehr zur Tanne mit ihren weichen Nadeln. Als absoluter Favorit hat sich hierbei die Nordmanntanne entwickelt. Sie wird vom heimischen Forst, von privaten Anbietern, aber auch von Baumärkten angeboten. Die Liebe zum heimischen Wald sollte uns aber die Entscheidung für einen Weihnachtsbaum aus den örtlichen Waldungen leicht machen.

Weihnachten als Fest gibt es wohl schon seit dem 4. Jahrhundert. An Weihnachten wird die Geburt Christi gefeiert. Das Datum wurde im 4. Jahrhundert festgelegt. Es soll auf dem Konzil zu Byzanz, welches damals auch als Konstantinopel bekannt wurde, im Jahre 381 auf den 25. Dezember terminiert worden sein. Andere Quellen geben für das selbe Datum einen früheren Termin im vierten Jahrhundert an. Seit dieser frühen Zeit wird der 25. Dezember als Geburt Christi gefeiert. Am 24. Dezember feiern die Christen spät abends die Christmette, der zum 25. Dezember überleitet. Es ist die Heilige Nacht.

Die Geschichte des Weihnachtsbaumes

Die Geschichte des Weihnachtsbaumes geht wohl bis ins frühe Mittelalter zurück; zu jener Zeit wurden sogenannte Paradiesbäume am 24. Dezember mit vorwiegend Äpfeln behangen in Erinnerung an den Sündenfall bei Adam und Eva. Die Paradiesbäume waren nicht unbedingt Nadelbäume, – auch die verschiedensten Laubbäume wurden hierfür benutzt.

Der Christbaum, wie wir ihn kennen, ist für Deutschland bereits für das Jahr 1419 überliefert. Er wird mit den weihnachtlichen Bräuchen der Zunft der Freiburger Bäckerknechte in Verbindung gebracht. Diese schmückten den Baum mit Äpfeln, mit Datteln, Nüssen und Papierkugeln. Die Süßigkeiten durften später von den Kindern vernascht werden. Davor war es zumeist eine liebevoll hergestellte und ausgestattete Krippe, welche im Mittelpunkt des Weihnachtsfestes stand. Statt eines grünen Nadelbaumes zierten verschiedene Zweige von wintergrünen Bäumen das Festzimmer. Diese Zweige dienten ursprünglich dazu, Dämonen abzuwehren. Der aufkommende Brauch, einen Weihnachtsbaum aufzustellen, verbreitete sich zunächst ab dem 16. Jahrhundert ausschließlich im Bereich des Adels und des reicheren Bürgertums in den Städten. Zur Zeit des Biedermeier ab etwa 1815 entwickelte sich das Weihnachtsfest zu dem, was wir heute kennen. Erst ab etwa 1850 gelangte der geschmückte und mit Kerzen versehene Weihnachtsbaum auch aufs Land. Dort bestand der Behang zumeist aus Früchten wie Äpfel, Nüssen, aber auch Kastanien. Süßigkeiten konnte man sich bei der ärmeren Landbevölkerung nicht leisten.Weihnachtsbaum zu Weihnachten Die Verbreitung ab Mitte des 19. Jahrhunderts hat auch zu tun mit der um jene Zeit begonnene massive Aufforstung unserer Wälder mit Fichten. Fichten und Tannen haben ihren natürlichen Lebensraum erst ab 800 Höhenmetern. Die Aufforstung in den überwiegend unteren Lagen, die auch das Landschaftsbild massiv änderte, folgte dem Verwertungsinteresse der Industrie. Die kürzere Umtriebszeit der Nadelhölzer ermöglichte ein häufigeres „Ernten“ sprich Fällen und Verarbeiten dieser Hölzer im Gegensatz zu den Laubhölzern wie zum Beispiel Buche, welche sehr viel langsamer wachsen und dementsprechend später geerntet werden können. Diese Verbreitung von Fichte und Tanne machte den Tannenbaum natürlich billiger und auch für die arme Landbevölkerung erschwinglich. Der Weihnachtsbaum galt lange Zeit als typisch deutsch; erst mit dem 1. Weltkrieg fand er durch deutsche Soldaten weltweite Verbreitung.

Der ab ca. 1850 aufkommende gewerblich hergestellte Christbaumschmuck oder Weihnachtsbaumschmuck, die oftmals unter dem Christbaum platzierten und zumeist handgearbeiteten Krippen und Krippenfiguren, aber auch die Vielfalt der Christbaumständer oder Weihnachtsbaumständer bilden heute beliebte Sammelgebiete. Ab etwa 1870 schließlich wurde der gläserne Christbaumschmuck, in bunten Farben schimmernd und strahlend, oftmals von innen verspiegelt, populär. Das Zentrum der Herstellung des gläsernen Schmuckes war Lauscha in Thüringen. Dort sind seit mittlerweile 500 Jahren glasverarbeitende Manufakturen bekannt.

Aber nicht nur um den Weihnachtsbaum und seinen Ausschmückungen ranken sich Sammelgebiete; das Thema Weihnachten bietet noch weit mehr Sammelideen. Man denke nur an das weite Feld der Werbung oder Reklame gerade zur Weihnachtszeit. Bezüglich Werbung und der damit verbundenen verwendeten Grafik gerade im Raffer der Zeitgeschichte ist insbesondere das  Sammelgebiet „Weihnachtskalender, Adventskalender“ mit einer gewissen Spannung besetzt. Für den interessierten Sammler, aber auch für den Liebhaber weihnachtlicher Accessoirs wird der Besuch des Weihnachtsmuseums in Rothenburg ob der Tauber bestimmt zu einem besonderen Erlebnis.

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