Das Sammelgebiet Teepuppen

Halbpuppen Half-Dolls

Was versteht man unter einer Teepuppe?

Die Funktion einer Teepuppe war und ist das Warmhalten der Teekanne. Die kleinen Puppen, die durchaus eine Größe von 15 cm erreichen können, bestanden in ihrer überwiegenden Mehrzahl aus Porzellan. Sie besaßen keine Unterkörper. Am unteren Ende des Porzellankörpers befanden sich zumeist zwei Löcher, mit deren Hilfe die Röcke der Puppen befestigt werden konnten. Diese weiten Röcke konnten dann über die Teekanne zum Zwecke des Warmhaltens gestülpt werden.

Geschichte der Teepuppen

Ich selbst kenne noch von meiner Großmutter jene gefütterten Stoffhauben, an ihrer Spitze zum Halten versehen mit Knopf oder Kugel, die man über Teekannen oder Kaffeekannen stülpen konnte. Ich denke, diese Warmhaltehauben sind zumindest in Deutschland und seinen Nachbarländern Vorläufer der Teepuppen gewesen. Aus der Haube wurde das Kleid; anstelle des Knopfes oder der Kugel arrangierte man den Puppenoberkörper.

Sogenannte Halbpuppen, im Englischen Half-Dolls genannt, kennt man schon aus dem alten Ägypten und von den alten Römern; auch aus Afrika und Asien, und hier besonders aus China und Japan sind solche Halbpuppen, auch im Zusammenhang mit dem Warmhalten von Teekannen, bekannt. Kein Wunder angesichts der traditionsreichen Geschichte des Porzellans und der Teekultur in diesen Ländern. In Deutschland tauchten die Teepuppen etwa um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert auf.

Es waren die bekannten Porzellanmanufakturen, die zum Teil äußerst filigrane und künstlerisch wertvolle Teepuppen herstellten. Gesichter und Oberkörper waren fein bemalt. Wer allerdings die aufwendigen Röcke herstellte, – dies entzieht sich bislang noch meiner Kenntnis beziehungsweise eine Andeutung meinerseits an dieser Stelle wäre doch eher nebulös. Ich hoffe, dass irgendein Sammler oder Sammlerin oder auch Leser vielleicht doch etwas mehr weiß und mir solche Hintergründe im Forum oder per email zukommen lässt.

Die hohe Zeit der Teepuppen anfang des 20. Jahrhunderts

Das Aufkommen der eepuppen in Deutschland anfang des 20. Jahrhunderts lässt nicht nur vermuten, dass die aufwendigsten, filigransten und für Sammlerin und Sammler teuersten Teepuppen aus der Zeit des Jugendstils und des nachfolgenden Art Deco stammen. Sie waren dementsprechend schon zu jenen Zeiten aufgrund ihrer hochwertigen Ausführung neben ihrer funktionellen Bestimmung Blickfang als auch Sammlerstück. Einige Exemplare wurden sogar mit separaten losen Beinen, welche zusätzlich befestigt werden mussten, geliefert Die Wertschätzung der Teepuppen ließ in den nachfolgenden Jahrzehnten um Einiges nach; wenn ich mich an meine ersten Flohmarktbesuche zu Beginn der Siebziger Jahre erinnere, wurden sie doch eher wie relativ wertloser Nippes behandelt, was im Übrigen auch für das durchaus verwandte Sammelgebiet der Tropfenfänger an Tee- und Kaffeekannen galt.

Teepuppen, Halbpuppen oder Half-Dolls werden auch heute noch hergestellt. Sie stammen vielfach aus Italien oder neuerdings auch dem Fernen Osten und sind weitaus minderwertiger und in Massenproduktion hergestellt. Dies fällt besonders in der Bemalung und in dem Verzicht auf filigrane Feinheiten auf. Manchmal sind zum Beispiel die Arme oder Hände nur andeutungsweise herausgearbeitet, – ein vollständiges Herausarbeiten der Finger sucht man zumeist vergebens. Insgesamt betrachtet, ist das Sammeln von Teepuppen ein wirklich schönes und lohnenswertes Hobby. Da die Sammelgegenstände nicht besonders groß sind, passen sie auch sehr gut in kleinere Vitrinen.

2 Kommentare über “Teepuppen”

  1. Alexander schrieb:
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    Hallo, viel ist im Netz über Teepuppen ja nicht zu finden. Mir ist ein älteres Modell in die Hände gefallen (kein Porzellan-Kopf) – es gab nirgendwo etwas Vergleichbares, von dem man das Alter oder die genaue Herkunft hätte ermitteln können. Deswegen wird das gute Stück jetzt in Ebay gesetzt, vielleicht hat jemand Interesse… viele Grüße

  2. Eva Mazankova schrieb:
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    Ich sammele Teepuppen, möchte wechseln. Ich sprache nur ein bisschen Deutsch, wohne in Czech republic. Bitte, schreiben Sie mich. Vielen Dank. Eva

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