Star Trek

„Star Trek“ hat internationalen Kultstatus

Star Trek wurde in Deutschland bereits in den 60er Jahren als Raumschiff Enterprise bekannt. Als der amerikanische Drehbuchautor und Produzent Gene Roddenberry dem US-Fernsehsender NBC Mitte der 1960er Jahre die erste filmische Umsetzung des Science-Fiction-Stoffes „Star Trek“ vorstellte, waren die TV-Bosse wenig begeistert. Mr. Spock sah ihnen mit seinen merkwürdig geformten Ohren zu teuflisch aus. Außerdem entsprach die von Roddenberry kreierte Multi-Kulti-Crew des Raumschiffs Enterprise in diesen Jahren keineswegs den Sehgewohnheiten der Amerikaner. Dass der Autor seine intergalaktischen Abenteuergeschichten noch dazu mit moralischem Impetus und politischem Anspruch erzählen wollte, verschwieg er da lieber. Aber gerade diese Mixtur erwies sich als Erfolgskonzept. Trotz anfänglich schlechter Einschaltquoten gelang es den Machern, rund um die Mannschaft des Raumschiffs Enterprise ab den 1970er Jahren ein Science-Fiction-Imperium aufzubauen und den Filmen internationalen Kultstatus zu verschaffen.

Mit Warp-Geschwindigkeit entsteht das Sammeluniversum von „Star Trek“

Star Trek wurde einer der ersten Filmstoffe für das große Geschäft mit Lizenzen und Merchandising. Kirk und Spock vom Raum Raumschiff EnterpriseAuf diese Weise eröffnete die Sternenflotte ihren Trekkies genannten Anhängern in Warp-Geschwindigkeit ein neues Sammeluniversum: Da gibt es Brett-, Karten- und Würfelspiele, später Konsolen-, Video-, Computer- und Onlinegames, klassische Comics und Mangas, Fotobücher, Romane, Kurzgeschichten und regelmäßig erscheinende Fachmagazine, DVDs, Objekte wie Kaffeetassen mit Star Trek-Logo und natürlich Bausätze der Enterprise-Modelle sowie Kleidung wie T-Shirts mit dem Konterfei von Mister Spock.Star Trek Abzeichen

Capt’n Kirk und Mr. Spock vom Raumschiff Enterprise aus den 60er Jahren

Die unendlichen Weiten des Erfolgs von „Star Trek“

Insgesamt liefen in den USA seit 1966 über 700 Star-Trek-Folgen der unterschiedlichen Generationen. In Deutschland kam die TV-Serie zunächst unter dem Titel „Raumschiff Enterprise“ im Jahr 1972 auf den Bildschirm. Ein Jahr später startete der US-Fernsehsender NBC eine Star-Trek-Comicstaffel, um kurz darauf inspiriert vom Erfolg des eher auf Action setzenden Films „Star Wars“ die Idee eines Star-Trek-Kinofilms umzusetzen, der dann im Jahr 1979 seine Premiere feierte. Insgesamt entstanden bisher ein Dutzend Filme für die Kinoleinwand.

Abzeichen der Sternenflotte

Ab 1987 kehrte „Star Trek“ in neuer Besetzung auf die Fernsehbildschirme zurück und erlebte in den folgenden Jahren mehrere Neuauflagen mit wechselnden Besatzungen. Das Geheimnis des unendlichen Erfolgs von „Star Trek“: Es gelang den Machern, die Star-Trek-Thematik durch die Einbeziehung jüngerer Produzenten und Regisseure immer wieder dem Zeitgeschmack anzupassen, ohne die Ursprünge der von Roddenberry erfundenen Charaktere zu verleugnen. Zu verdanken war dies in jüngerer Zeit vor allem dem Mystery-Spezialisten J. J. Abrams (Regisseur der TV-Serie „Lost“), der die Star-Trek-Movies der Jahre 2009 und 2013 verantwortete und damit eine neue Generation von Trekkies begeistern konnte.

Aus dem Logbuch der Star-Trek-Chronologie

Als TV-Produktionen liefen in den USA und auf den Fernsehschirmen in rund 160 Ländern der Welt mehr als 700 Episoden von Star Trek: The Original Series (1966-1969), The Animated Series (1973/4) als Zeichentrickfilme, The Next Generation (1987-1994), Deep Space Nine (1993-1999), Voyager (1995-2001) und Enterprise (2001-2005). Auf der großen Leinwand war Star Trek zum ersten Mal im Jahr 1979 unter dem Titel „Star Trek: The Motion Picture“ zu sehen. Bis 1991 folgten die Kinofilme „Star Trek II“ bis „Star Trek VI“, bei denen zum Teil die von Anfang an zur Besatzung des Raumschiffs Enterprise gehörenden Schauspieler Leonard Nimoy (Mister Spock) und William Shatner (Captain Kirk) die Regie führten. Ab 1994 ging Star Treck mit fast komplett neuer Besetzung an den Start. Bis Ende des Jahres 2002 kamen vier weitere Kinofilme heraus: Star Trek Generations, Star Trek: First Contact, Star Trek Insurrection und Star Trek: Nemesis. Regisseur J.J. Abrams realisierte 2009 und 2013 die Filme „Star Trek“ und „Star Trek Into Darkness“.

Ein Klingonisches Wörterbuch und andere Literatur für die Fanbibliothek

Seit Mitte der 1990er Jahre erscheint in den USA ein englischsprachiges „Star Trek Magazine“ mit Interviews der Schauspieler und Filmemacher sowie mit Informationen zu den jeweils neuesten Episoden und Hintergründen zu Einzelaspekten wie den verwendeten Spezialeffekten. Darüber hinaus entstanden neben Romanen und Erzählungen, die sich von den Abenteuern der Filme inspirieren ließen, eine Reihe meist englischsprachiger „Fachbücher“. Ein mehrfach wieder aufgelegter Klassiker wurde das von Franz Joseph Schnaubelt Mitte der 1970er Jahre erstmals veröffentlichte „Star Fleet Technical Manual“, das Einblicke in die von der Sternenflotte verwendete Technologie gibt. Ein Muss für jeden Trekkie, der mitreden will, ist das von Marc Okrand im Jahr 1985 erstmals publizierte „Klingon Dictionary“ zur Vermittlung des klingonischen Grundwortschatzes, das unter dem Titel „Das offizielle Wörterbuch Klingonisch“ auch in deutscher Bearbeitung erschien. Ebenfalls unabdingbar für Star-Trek-Fans und Sammler sind die vom Autorenduo Denise und Michael Okuda veröffentlichten Werke „Star Trek Chronology“ und „Star Trek Encyclopedia“, die die Handlung der Filme zeitlich einordnen und einen generellen thematischen Überblick geben.

Alte Star-Trek-Comics sind bei Sammlern begehrt

Zu einem eigenen Sammelgebiet wurden die bereits kurz nach Anlaufen der ersten Fernsehstaffel erschienenen Comics zu „Star Trek“. Der US-Verlag Western Publishing veröffentlichte in seiner Sparte Gold Key von 1967 bis 1978 eine Reihe von Comics, die heute Seltenheitswert haben. Das amerikanische Unternehmen Marvel nutzte den Star-Trek-Plot in den Jahren bis 1981 für eine eigene Comicserie. Luc Picard Raumschiff EnterpriseBesonders interessant für Sammler sind überdies die in den USA auf Grundlage der TV-Folgen sowie der ersten Filme entstandenen Fotobücher, die bei Bantam Books und Pocket Books erschienen. Der Verlag DC Comics produzierte von 1984 bis Mitte der 1990er über 100 gezeichnete Folgen nach Vorlage der Star-Trek-Verfilmungen sowie umfangreichere Jahresbände. In den Jahren 2006/7 gab es zudem eine Manga-Adaption von „Star Trek“, die vom US-Verlag Tokyopop auch in Deutschland angeboten wurde. Neuere Comics der Star-Trek-Abenteuer werden vom amerikanischen Verlagshaus IDW auf den Markt gebracht.

Luc Picard vom Raumschiff Enterprise

Spiele zum Film inspirieren ein eigenes Star-Trek-Universum

Raumschiff Enterprise im Kleinformat und zahlreiche Protagonisten der Star-Trek-Filme als Spielfiguren gehören zu den konventionellen Sammlerstücken, deren Vermarktung bereits in den 1970er Jahren begann. Zugleich entwickelten Spielemacher auf Basis der Star-Trek-Geschichten zahlreiche Karten-, Würfel- oder Brettspiele wie das zum Klassiker gewordene Strategiespiel „Star Fleet Battles“, mit dem die Spieledesigner ein eigenes Star-Trek- Universum begründeten. Mit der technologischen Entwicklung eroberte „Star Trek“ dann auch den Markt der Video- und Computerspiele, von denen es inzwischen über 40 gibt. Bekannte PC- und Konsolen-Spiele der 1980er Jahre sind „ Star Trek : Strategic Operations Simulator“ oder „Star Trek: First Contact“. In den 1990er kamen Games mit den Titeln „Klingon“ und „Borg“ auf den Markt, gefolgt von „Bridge Commander“ 2002 und der Online-Spieleversion von „Star Trek“ im Jahr 2010. Aktuellere Versionen wurden für PlayStation und Xbox kreiert, und auf Smartphones und Tabletts lässt sich „Star Trek: The Mobile Game“ nutzen.

Die Fangemeinde der Trekkies trifft sich auf der FedCon

Im Jahr 1972 fand die erste Star Trek Convention in New York mit mehreren tausend Teilnehmern statt. Seither entwickelte sich eine internationale Community der Trekkies, die regelmäßig zu Events und Diskussionen zusammenkommen. Zentrale Veranstaltung für die deutschen Fans ist die FedCon, die seit 1992 jährlich stattfindet und auf der die Star-Trek-Filme neben anderen Science-Fiction-Stoffen im Mittelpunkt stehen. Dort können Trekkies Schauspieler aus „Star Trek“ hautnah erleben und die Gelegenheit nutzen, ihre Autogramm-Sammlung zu erweitern. Zugleich finden Sammler in den Auslagen der Convent-Shops zahlreiche Objekte aus dem Star-Trek-Universum, mit denen sich die persönliche Sammlung vervollständigen lässt. Und nicht zuletzt gibt es dort das passende Outfit, mit dem sich Trekkies im Uniformlook der Sternenflotte präsentieren können.

Sammlerseiten im Internet bieten Trekkies Kauf- und Tauschforen

Das stilechte Erscheinungsbild ist wichtig, da die FedCon eher eine Eventveranstaltung als eine Sammlerbörse ist. Zum Kaufen und Tauschen von Star-Trek-Memorabilia bieten sich daher eher Internetforen und Online-Sammelseiten an. Wer in die Science-Fiction-Sektion klickt, kann dort zahlreiche Angebote vom Starautogramm bis zum Modellbausatz aufstöbern und Anregungen für den Ausbau der eigenen Star-Trek-Sammlung finden.

 

 

 

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