Sammlerliteratur und Buchbesprechung

Alte Öfen

F. Blümel: Alte Öfen. Ein wunderbares Buch über alte Öfen aus dem Jahre 1965, welches leider häufig vergriffen ist!

Gusseisenöfen und Küchenherde – Geschichte, Technik, Faszination. Ein historischer Rückblick

Mila Schrader: Gusseisenöfen und Küchenherde. Geschichte, Technik und Faszination. Mila Schrader gibt in diesem lesenswerten Buch einen geschichtlichen Rückblick auf Gusseiserne Öfen sowie Küchenherde. Lohnt sich besonders für Einsteiger als auch für Kenner!

Ansichtskarten

Spaziergang durch das alte Dresden in Ansichtskarten um 1900. Die innere Altstadt

Spaziergang durch das alte Dresden in Ansichtskarten um das Jahr 1900. Das Buch von Michael Schmidt zeigt faszinierende Bilder der inneren Altstadt. Für Liebhaber der Stadt Dresden stellt dieses Buch etwas ganz Besonderes dar.

Puppen – Schildkröt

Das große Schildkröt-Buch. Celluloidpuppen von 1896 bis 1956

Dieses nach meiner Meinung wohl beste aller Bücher über Schildkrötpuppen behandelt die Celluloidpuppen von 1896 bis 1956.
Das gebundene Buch, Ausgabe von 1986, besitzt 217 Seiten. Es beginnt mit der sehr spannend und kurzweilig erzählten Geschichte der „Rheinischen Gummi und Celluloid Fabrik“ in Mannheim mit der Gründung im Jahre 1873. Dargestellt wird der Weg vom vielleicht größten Celluloid-Hersteller der Welt vor dem ersten Weltkrieg bis zur Geburt der ersten Puppenkinder. Man bekommt einen hautnahen Eindruck auch von der Herstellung von Puppen aus diesem Material und des durchaus sehr gefährlichen Herstellungsverfahrens. Gezeigt werden auch die Modelleure bei dem Formen der ersten Puppenköpfe. Viele interessante Fotos ergänzen den ausführlichen Text.
Es folgen wichtige Anmerkungen über über Seriennummern, Puppennamen, Größen, Kopfmodelle oder Farben, die für das Verständnis der Einschätzung sehr wichtig sind. Aufklärend ist auch die Zeittafel der Patente, welche die technische Fortentwicklung aufzeigt.
Zu einem guten Buch gehört natürlich auch die zeitliche Einordnung der sich immer wieder geänderten Schildkröt-Logos, vielleicht das wichtigste Hilfsmittel für den Sammler.
Das Buch schreitet fort über die Beschreibung und Abbildung der verschiedenen Brustblattköpfe, die Kurbelköpfe mit Perücken, Halsköpfe sowie Gesichts- und Halsmasken.
Nach einem ausführlichen Abschnitt über die Entwicklung dDas große Schildkröt-Bucher Bebi-Puppen mit hervorragender Bebilderung folgt die Beschreibung der Neger und Mulatten, der Stehpuppen und der bemalten Puppen in ihrer zeitlichen Darstellung, Beschreibung und Bebilderung.
Im Jahre 1933 begann die Entwicklung der 5 bekannten Schildkröt Kinder „Inge“, „Hans“, „Christel“, „Bärbel“ und „Strampelchen“. Das Buch widmet diesen Fünf einen ausführlichen Raum mit einer auch fotografisch sehr guten Darstellung der zeitlichen Entwicklung und Ausgestaltung wie Kleidung, Größen und so fort.
Das Buch lenkt anschließend geschickt den Impetus auf die 50er Jahre, die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg. Man erfährt, wie sich die zeitliche, die wirtschaftliche Situation und natürlich auch die Mode dieser Aufbruchszeit auf die Herstellung der erfolgreichen 5 Puppenkinder auswirkt. Die Hinwendung zu neuen Materialien wie Tortulon, technische Änderungen wie Kugelgelenke und natürlich die Erweiterung der Puppenpalette sind spannende Themen. Die neuen Geschwister wie „Erika“, „Ursel“, „Erik“, „Ingrid“ und auch seltenere wie „Vera“, „Jutta“ oder „Eva“, „Kerima“ und „Gustel“, „Sternchen“. „Schnuppe“, „Brigitte“, „Karin“ oder „Yvonne“, sogar das Modell „Käthe Kruse“, um nur einige anzuführen, werden vorgestellt und abgebildet.
In Text und Bild beschrieben wird auch ein besonderer Zweig der Firma als Zulieferer für andere Puppenhersteller wie Kämmer & Reinhardt, Kestner oder Koenig & Wernicke.
Zu Schluss werden noch Nachahmungen und Kopien aus Japan vorgestellt sowie ausführliche Tipps zum Reparieren und Instandsetzen der Schildkröt Puppen gegeben. Allgemeine Tipps für den Sammler beschließen das Buch.
Insgesamt ein mit viel Liebe und Fachwissen hergestelltes Buch von Sammlern für Sammler und von mir unbedingt zu empfehlen. Das Buch beantwortet einfach viele Fragen. Und selten findet man auf knapp 220 Seiten so viel guten Text mit einer Unzahl an guten Fotos, Abbildungen und alter Werbung von Schildkröt!

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